Unser Weg
Zwischen konkreten Gesprächen mit den Kooperationspartnern Ende 2023, der Gründungsversammlung am 22.02.2024 und der Voranmeldung von Mannschaften im D- bis A‑Juniorenbereich für den Spielbetrieb der kommenden Saison liegen nur wenige Monate. Für Außenstehende scheint dieser Prozess daher vielleicht überstürzt. Gut informierte Fußballkenner im Kreis wissen jedoch, dass die erste Idee für solch eine Zusammenarbeit schon einige Jahre zurück liegt. Die beiden Nachwuchsverantwortlichen im Haselgrund Christian Hutterer und Doreen Brandt beschäftigten sich bereits 2019 immer wieder mit dem Thema gezielter Nachwuchsförderung. In den Jahren 2021 und 2022 wurde das spannende Projekt Juniorenförderverein weiter vorangetrieben. Weitere Mitstreiter wie Max Döll, Danny Stadler und Ringo Hengmith unterstützten den kontinuierlichen Prozess zum fertigen Konzept maßgeblich (Freies Wort berichtete 09.03.2022). Zur finalen Umsetzung des Projektes mit der Gründung des Vereines und der Teilnahme am Spielbetrieb kam es zum damaligen Zeitpunkt nicht. Die Pandemiezeit erschwerte die notwendige Präsenz in den Vereinen, um Eltern, Trainer und Betreuer vom etwas anderen Konzept der gemeinsamen und gezielten Nachwuchsförderung zu überzeugen. Vielleicht war auch einfach die Zeit für Sicht- und Denkweisen weg vom Vereinsegoismus noch nicht reif.
Die Gründung
Die Tatsache, dass auch die eingangs genannten Vereine vom Mangel an Nachwuchsspielern im Großfeldbereich betroffen sind, führte kurzfristig zu Spielgemeinschaften untereinander. Auch für die seit zwei Jahren erfolgreich in der Verbandsliga auflaufende D‑Juniorenmannschaft der SG Floh‑Seligenthal wurde das ein oder andere Talent mittels Gastspielrecht ins Team integriert. Aufgrund der Regularien der Fußballfachverbände sind dem Ganzen jedoch Grenzen gesetzt. Den Vereinsverantwortlichen wurde bewusst, dass man diese Bündelung von Kräften mit Hilfe eines Juniorenfördervereines ausweiten und professionalisieren kann. Im Unterschied zu Spielgemeinschaften gibt es bei einem Juniorenförderverein entsprechend der aktuellen Jugendordnung des Thüringer Fußballverbandes (TFV) keine Begrenzung der beteiligten Vereine.
Mit dem Erfahrungsschatz aus dem zurückliegenden JFV‑Projekt nahm Danny Stadler die Fäden in die Hand. Der Nachwuchschef vom FSV Floh-Seligenthal holte die Vereinsverantwortlichen der Spielgemeinschaft und potentielle Stammvereine an einen Tisch und nahm Kontakt zu den Ideengebern Hutterer und Brandt auf. Das Konzept aus der Schublade wurde im Handumdrehen mit Leben erfüllt. Nach Aufstellung der Vereinssatzung und der Zusammenkunft der Gründungsmitglieder (siehe Foto) war mit dem Termin beim Notar auch der letzte und entscheidende Schritt Gründung des Vereins vollzogen.
Die Ziele
Ziel dieser Partnerschaft ist es den Breitensport als auch den Leistungssport in den Altersklassen von den D- bis A‑Junioren zu fördern. Dabei soll großer Wert auf differenzierte leistungsorientierte Förderung der Jugendlichen und Kinder gelegt werden. Durch den Einsatz von qualifizierten und ehrenamtlichen Trainern und Betreuern sollen die Spieler entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten im höherklassigen Spielbetrieb in Thüringen ausgebildet werden und die nordöstliche Region des Landkreises Schmalkalden‑Meiningen repräsentieren. Ein weiteres Ziel ist es, die in der Region Rennsteig vorhandenen Talente zu halten und langfristig an die Stammvereine zu binden. Neben dem Ziel der sportlichen Kompetenzentwicklung will der JFV einen spezifischen Beitrag zur Entwicklung der Persönlichkeit der Nachwuchskicker leisten. Selbstwirksamkeit fördern, Selbstbild stärken, faires Miteinander als Grundlage sportlichen Handelns vorleben und lehren, wurden in der Vereinssatzung verankert.